Christine Hanbauer: Gestatten, mein Name ist Cosma Fee. Eine Katze erzählt …

Christine Hanbauer: ’žGestatten, mein Name ist Cosma Fee. Eine Katze erzählt …’œ, Gelnhausen 2005, Wagner-Verlag,, ISBN 3-938623-34-9, 169 Seiten, Taschenbuch, Format: 13 x 20 x 1,1 cm, EUR 12,20

Tierfreundin Stefanie sitzt gemütlich auf der Loggia und genießt die wärmenden Sonnenstrahlen eines herrlichen Spätsommertags, als der (Alp-)Traum eines Katzenhalters wahr wird: Ihre Perserkätzin Cosma-Fee offenbart ihr, dass sie sprechen kann und besteht darauf, Stefanie ihre Memoiren zu diktieren.

Was tut man nicht alles als engagierter ’žDosenöffner’œ, damit die Lieblinge glücklich sind und man seine Ruhe hat! Stefanie rangiert ihre alte Schreibmaschine aus, erwirbt einen Computer nebst Zubehör und den erforderlichen Kenntnissen ’“ und die beiden legen los:

Als Gefährtin für die ehemalige Streunerkatze ’žBeautiful’œ kommt Cosma-Fee zu Stefanie ins Haus. Zu dem Zeitpunkt ist ’žCosi’œ rund ein Jahr alt und hat schon ein bewegtes Kätzchenleben hinter sich. Die ersten Lebensmonate verbringt Cosma-Fee in ihrer liebevollen Ursprungsfamilie, doch weil sich ihre Menschen so viele Katzen nicht leisten können, muss für die Katzenkinder ein neues Zuhause gesucht werden.

Cosma-Fee kommt zunächst zum angehenden Tierarzt Mike und dessen Frau. Doch der arme Mann hat eine bis dahin unerkannte Tierhaar-Allergie und muss in Folge dessen nicht nur das Zusammenleben mit seinem über alles geliebten Perserkätzchen aufgeben sondern auch noch seinen Traumberuf!

Über gemeinsame Bekannte landet Cosma-Fee nun bei Stefanie und Beautiful. Das dritte Zuhause innerhalb weniger Monate! Beautiful, eigentlich führ ihre Kratzbürstigkeit berüchtigt, hat Mitleid mit der verunsicherten kleinen Katze und nimmt sich ihrer an. Und Stefanie ist eine liebevolle und erfahrene Katzenhalterin. Es dauert also nicht lange, und Cosma-Fee fühlt sich in ihrem neuen Zuhause wohl.

Zwar erweisen sich die beiden langhaarigen Katzendamen als nicht kompatibel mit einem festlich geschmückten Weihnachtsbaum, dafür sind sie aber bessere Menschenkenner als Stefanie. Was von einem gewissen Herrn Alfred zu halten ist, wissen sie sehr viel früher als ihr Frauchen …

Doch Stefanie hat auch jede Menge netter Freunde und Verwandte, und manche bringen bei ihren Besuchen auch ihre Haustiere mit. Den ebenso stattlichen wie manierlichen roten Kater Floro, zum Beispiel. Oder den riesigen Dobermann Hercules, der sich als überraschend umgänglich entpuppt. Der ängstliche Kakadu Jimmy, der sich schrecklich vor Katzen fürchtet, bleibt gleich mehrere Tage, weil seine Menschen auf Reisen sind. Und Stefanie staunt nicht schlecht, was Cosma-Fee im Nachhinein über diesen Feriengast zu berichten weiß …

Das hörbehinderte Kätzchen Susa bleibt ebenfalls länger. Es gehört Stefanies Eltern, die die Wohnung und die Katzen versorgen, als Stefanie in Urlaub fährt. Stefanies urlaubsbedingte Abwesenheit ist viel leichter zu verkraften als die Ungewissheit während ihres überraschenden Krankenhausaufenthalts. Darin sind sich Cosma-Fee und Beautiful einig.

Richtig abenteuerlich wird es, als die kleine Katze Mira-Lu in den Haushalt aufgenommen wird und in einem unbeobachteten Moment durch ein offen stehendes Fenster entwischt. Als Stefanie sie trotz wochenlanger verzweifelter Suche nicht wiederfindet, nimmt Cosma-Fee die Angelegenheit selbst in die Hand. Oder sollte ich sagen: in die Pfote? Unterstützung erhält sie dabei von gänzlich unerwarteter Seite. Wird es ihr gelingen, die junge Gefährtin wieder nach Hause zu holen …?

Humorvoll, unterhaltsam und mit viel Verständnis für die kätzischen Eigenheiten beschreibt Christine Hanbauer das, das wohl jeder Katzenhalter gerne wissen würde: was in den Köpfen und den Herzen unserer pelzigen Hausgenossen vor sich geht. Und was die Katzen tun, sobald ihr Mensch aus dem Haus ist. Oder mal gerade nicht hinschaut …

Wer Katzen kennt und liebt, wird vieles wiedererkennen und ein ums andere Mal denken: ’žGanz genau wie meine!’œ

Christine Hanbauer verbrachte ihre Jugendjahre in Kirchberg am Wechsel, im südlichen Niederösterreich. Nach neun Jahren Dienst bei der Post wechselte sie nach einem Externistenstudium in das Lehrfach. Ab 1972 unterrichtete sie Hauswirtschaft und Werkerziehung. Inzwischen ist sie in Pension und widmet sich ihren Hobbies. Dazu zählen neben dem Schreiben von Geschichten auch Handarbeiten, Klavierspielen und Nordic Walken. Sie liest sehr gerne und verbringt viel Zeit mit ihren beiden Katzen.

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