Tina Zang: Der Karate-Hamster legt los, Band 1

Tina Zang: Der Karate-Hamster legt los, Band 1; München 2007, Ars Edition; ISBN-13: 978-3760716213, 152 Seiten; mit Plüsch auf dem Umschlag. Covergestaltung und schwarz-weiß-Illustrationen im Buch von Claudia Fries; für Leserinnen und Leser ab 8 Jahren; Format: 21,7 x 15,5 x 2 cm, EUR 8,95 [D]; EUR 9,20 [A]; CHF 16,95

Partner seid ihr ab sofort ’“
Da hilft euch kein Widerwort!

Eigentlich sind Hamster ja Einzelgänger. Doch der geschäftstüchtige Inhaber einer Tierhandlung schafft es, der 12-jährigen Japanerin Kira und ihrem jüngeren Stiefbruder Heiko gleich drei davon aufzuschwatzen. Damit sind die kleinen Nager und ihre Menschen Schicksalsgenossen: Die Hamster werden ungefragt zu ’žZwangsfreunden’œ, genau wie Kira und Heiko durch die Heirat ihrer Eltern ungefragt zu ’žZwangsgeschwistern’œ wurden.

Es hilft alles nichts ’“ Menschen und Nager müssen sich mit der neuen Situation arrangieren. Das tut jeder auf seine Weise, und schon bald geht’™s mächtig rund im Haushalt Yusumi-Putz.

Nur ein Irrer
Ärgert Kira

Schon der Heimtransport der drei Hamster verläuft nicht ohne Zwischenfälle: Kira und Heiko begegnen Marcel und Boris, zwei miesen Mobbern aus der Schule, die sich gut dabei vorkommen, jüngere Schüler abzuziehen. Unter Androhung von Gewalt wollen sie von Heiko Geld erpressen. Doch sie haben die Rechnung ohne Kira gemacht, die sich von solchen aufgeblasenen Möchtegern-Helden denkbar unbeeindruckt zeigt. Aus gutem Grund …

Karatestunde ’“
Erste Runde

Die karatebegeisterte Kira, die seit frühester Jugend in der Kampfsport-Schule ihres Vaters Unterricht nimmt, benennt die drei Hamster nach ihren Filmidolen: Neo, Lee und Chan. Der drahtige, abenteuerlustige Neo ist hingerissen von der Idee, im Haushalt eines Karatelehrers gelandet zu sein und möchte am liebsten sofort selbst Unterricht nehmen. Sein Kumpel Chan denkt dagegen nur ans Fressen und Lee ist, ganz im Gegensatz zu seinem menschlichen Namensvetter, ein Weichei und ein Jammerlappen und hat für Neos Ambitionen nicht das geringste Verständnis.

Die Gelegenheit zum Karatetraining ergibt sich schneller, als Neo gedacht hat. Versteckt in Kiras Maskottchen schmuggelt er sich in die Trainingsstunde. Und als wären Kampfsportübungen für den kleinen Hamster nicht schon aufregend genug, wird just an diesem Abend im Dojo eine Straftat verübt!

Im Dojo gibt es einen Dieb,
das weckt des Hamsters Schnüffeltrieb

Einem der Karatetrainer wird die Brieftasche aus der Umkleidekabine gestohlen. Kira und ihr Schulkamerad Jan machen sich Gedanken über den Vorfall. Ist vielleicht Kiras Zwangsbruder Heiko der Täter? Schließlich hat er immer noch ’žSchulden’œ bei der Mobber-Gang.

Wäre es nicht toll, wenn sie den Fall aufklären könnten? Sie packen Neo, Lee und Chan als Teamverstärkung in ihren Rucksack und beschatten Heiko. Dabei kommt es erneut zu einem Zusammenstoß mit den miesen Mobbern. Haben diese beiden ’“ direkt oder indirekt – mit dem Fall zu tun?

Ach du Schreck ’“
Hamster weg!

Bei der anschließenden Tatortbegehung hat Neo einen Geistesblitz. Jetzt weiß er, wer der Täter ist! Doch ehe das tierisch-menschliche Detektivgespann dem Verdacht nachgehen kann, wird unser Karatehamster entführt!

Können ihm seine Freunde rechtzeitig zu Hilfe eilen? Werden sie den Dieb tatsächlich dingfest machen? Lernen die miesen Mobber ihre Lektion? Und … wo sind Lee und Chan?

Ob alt, ob jung:
Begeisterung!

Nach der Mica-und-Marty-Trilogie, in der eine abenteuerlustige Ratte die Hauptrolle spielt, ist der ’žKaratehamster’œ der zweite saukomische Nager, der Tina Zangs Phantasie entsprungen ist.

Sämtliche Kapitelüberschriften sind gereimt, so wie ich es hier in Rezension nachzuahmen versucht habe. Und wenn Kira beim Hausaufgabenmachen missmutig vor sich hingrummelt und die Hamster sich wundern ’žwas für merkwürdige Fächer die Kinder in der Schule hatten: Grammatikschrott, Beknackte Vokabeln und Scheißbruchrechnen’œ, dann grinst oder kichert der Leser, ganz egal, wie alt er ist. Auch der hypochondrische Hamster Lee und sein verfressener Kumpel Chan sind für so manchen Lacher gut.

Witzig, spritzig und spannend ist die Geschichte vom Karatehamster und ganz nebenbei lernt man noch ein bisschen etwas über Hamster und Karate. Über Mobbing und über Freundschaft ebenfalls. Vielleicht sind die Zwangspartnerschaften in diesem Fall doch nicht ganz so ätzend wie von Mensch und Tier zunächst befürchtet …

Neos Abenteuer gehen weiter:
Frühjahr 2008 – „Der Karatehamster startet durch“
Herbst 2008 – „Der Karatehamster hebt ab“

Na denn: Mach weiter so, Neo! Gib den bösen Buben Saures!

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