Lydia Albersmann: Gernonimos Pferdegeschichten -“ für LeserInnen ab 8

Lydia Albersmann: Geronimos Pferdegeschichten ’“ Der kesse Schimmel erzählt, Norderstedt 2009, Books on Demand GmbH, ISBN 978-3-8370-8101-5, 128 Seiten, mit s/w-Illustrationen der Autorin, Softcover, 13,5 x 21,5 x 0,8 cm, für Leserinnen und Leser ab 8, EUR 10,90

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Den mutigen Schimmel-Wallach Geronimo, Bezwinger des gefährlichen Knistermonsters aus der Gattung der Abdeckplanen, kennen viele noch aus dem ersten Band: GERONIMO ’“ MIT DEN AUGEN EINES PFERDES: Die Autorin veröffentlichte damals unter dem Namen Lydia Schweigert.

Band 2 setzt da auf, wo Band 1 aufgehört hat: Nachdem Geronimo, der Schimmel, und sein Freund aus Fohlentagen, der Fuchswallach Fidel, durch viele Menschenhände gegangen sind und sowohl gute als auch schlimme Erfahrungen gemacht haben, treffen sie sich zufällig in einem Reitstall wieder. Geronimos ’“ ’žRonnys’œ’“ Besitzerin, die klassische Reiterin Jenny und Fidels Besitzerin, die Westernreiterin Anke, sind befreundet.

Nette Menschen, gute Freunde unter den Artgenossen, eine schöne Aufgabe als Reitpferd und eine angenehme Unterkunft ’“ so könnte das Leben eigentlich bleiben. Doch Ronnys bisherige Lebenserfahrung lässt ihn ahnen, dass paradiesische Zustände nicht lange anhalten.

Und in der Tat: Als Anke aus gesundheitlichen Gründen das Reiten aufgeben muss, soll Fidel verkauft werden. Mehr noch als die Angst vor dem Verlust des besten Freundes, macht Ronny die Vorstellung zu schaffen., dass Fidel es bei seinen neuen Besitzern kein schönes Leben haben könnte. Die Menschen, die vorbeikommen, um Fidel ’žauszuprobieren’œ lassen nicht viel Gutes ahnen …

Kaum ist für dieses Problem eine zufriedenstellende Lösung gefunden worden, steht das nächste Unheil ins Haus: Bei einem Machtkampf mit Hengst Paolo wird Ronny so schwer verletzt, dass er in die Tierklinik muss. Schmerzhaft und erschreckend für Ronny ’“ dramatisch und teuer für seine Besitzerfamilie.

Ronny lässt sich von seiner Verletzung nicht unterkriegen und freut sich unbändig, als er endlich wieder nach Hause darf zu seinem Kumpel Fidel, zu seinen Menschen und zu seiner neuen Freundin, der russischen Rappstute Maddi.

Kehrt jetzt wieder Ruhe ein in seinen Alltag? Schön wär’™s! Kaum ist Ronny genesen, geschieht die nächste Katastrophe: Pferdediebe machen sich im Reitstall zu schaffen und entführen Ronny und seine Kollegen. Den Pferden ist klar, dass sie in Lebensgefahr schweben. Ausgerechnet an Fidel, der gern als ’žWeichei’œ und ’žZwerg’œ geschmäht wird, beißen sich die Ganoven die Zähne aus. Er lässt sich nicht einfangen und entkommt. Wird es ihm gelingen, Hilfe zu holen?

Ganz ohne Blessuren geht das Abenteuer nicht ab. Wieder werden hohe Tierarztkosten fällig. Doch das ist nicht das einzige Problem der Pferdebesitzer.

Wenn Geronimo in seinem bisherigen Pferdeleben etwas zu fürchten und zu hassen gelernt hat, dann sind es die ’žKrisensitzungen’œ der Menschen. Denn das hieß für ihn bislang immer, dass ein Besitzerwechsel ins Haus stand. Jetzt gibt es in es im Reitstall gleich mehrere Krisensitzungen, und das Ergebnis könnte schlimmer nicht sein: Ronnys und Fidels Besitzer sind in finanziellen Schwierigkeiten und beide Pferde sollen verkauft werden.

Lässt sich das Unglück noch aufhalten? Wird jemand rechtzeitig eine bessere Lösung finden?

Welche Rolle dabei ein Karomonster, eine Schlammpfütze sowie fliegende Pferde spielen und wie die Geschichte für Ronny und Fidel ausgeht, das steht im Buch …

Mit ihren unterhaltsamen und spannenden Geschichten aus der Sicht des Schimmel-Wallachs Geronimo weckt die Autorin bei großen und kleinen Tierfreunden Verständnis für die Bedürfnisse von Pferden. Oder, wie sie Ronny in ihrem Buch sagen lässt: Indem ihr möglichst viel über uns lernt und versucht, uns zu verstehen könnt ihr dazu beitragen, unser Leben besser zu machen. So viele Pferde leiden aus Gedankenlosigkeit ihrer Besitzer oder werden aufgrund von Missverständnissen unfair behandelt. (…) Wir Pferde sind euch Menschen ausgeliefert. Und es liegt in eurer Hand, unsere Welt Stück für Stück ein bisschen besser zu machen.’œ (S. 123/124)

Hoffen wir für die Pferde, dass das Vorhaben gelingt und dieses unterhaltsame Buch zur Aufklärung beiträgt.

Die Autorin
Lydia Albersmann wurde 1968 in Köln geboren. Seit frühester Kindheit hat sie jede Minute ihrer Freizeit mit Pferden verbracht. Und weil ihr das noch nicht ausreichte, beschloss sie, ihr Hobby zum Beruf zu machen und arbeitete sieben Jahre lang hauptberuflich als Pferdepflegerin. Nach erfolgreichem Abschluss eines Grafikdesign-Studiums ist sie seit 2004 als freie Illustratorin und Schriftstellerin tätig. Die Pferde sind weiterhin ihre große Leidenschaft.

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