Kindheitsträume vom Spielzeug-Paradies

Auf dem Weg zu meinem Elternhaus komme ich kurz vorm Ziel an einem Fahrradgeschäft vorbei. Immer im Herbst und in der Weihnachtszeit muss ich daran denken, dass in den 60-er Jahren in diesen Räumlichkeiten ein Spielwarengeschäft war.

Es muss winzig gewesen sein, denn der Anbau, der heute da steht, erfolgte sehr viel später. Trotzdem war es für uns Kinder ein wahres Wunderland!

Im Herbst im obersten Regal gleich hinter der Verkaufstheke die tollsten Lampions. Ich hätte immer gerne so eine riesige gelbe Sonne gehabt, aber irgendwie hat das nie geklappt.

In der Vorweihnachtszeit flitzten wir gern mal ums Eck und über die Straße und drückten uns die Nase an der Schaufensterscheibe platt. Eine kleine Eisenbahn fuhr im Kreis herum, Puppen mit langen Zöpfen und Rüschenkleidern saßen da und es gab traumhafte Miniaturwaren für den Kaufladen. Die winzige Torte aus Marzipan habe ich wochenlang bewundert. Und ich glaube mich zu erinnern, dass meine Tante sie mir schließlich gekauft hat.

Sehr gut habe ich noch mein fasziniertes Staunen beim Anblick der Auslagen in Erinnerung. Zu gerne würde ich heute noch einmal sehen, was mich in meiner Kindheit so begeistert hat. Ob sich das Gefühl von damals reproduzieren ließe? Oder kämen mir die Kindheitsschätze der 60-er Jahre heute simpel und ärmlich vor?

Leider hat man damals noch nicht so wild herumfotografiert wie heute. Ich hab also nicht mal ein Bild von dem Laden. Vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit, beim örtlichen Heimatmuseum nachzufragen, ob sie in ihrem Archiv auch Fotos von Spielwaren-Braun haben.

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