Ich trete in den Modestreik!

Über die Feiertage hatte ich endlich mal Gelegenheit, einen Blick in die Frühjahrs- und Sommerkataloge großer Versandhäusern zu werfen. Also, Leute, so langsam werde ich zu alt für den Sch***! Ich glaube, ich trete für die kommende Katalogsaison in den Modestreik und kaufe keine neuen Klamotten. Na ja, allenfalls Basics wie einfarbige T-Shirt ohne jegliches Gedöns.

Irgendwie gefällt mir gar nichts.

  • Ich will kein 70-er und 80-er-Jahre Revival mit Rüschen, Knallfarben, bestickten Jeans, Fledermausärmeln und Leggings!

  • Ich will keine großgeblümten Muster!

  • Ich will keine Schmuddelfarben wie mauve, puder, taupe oder beige! Hab ich doch kürzlich erst gelernt, dass Beige keine Farbe ist. Beige wird’s von allein.

  • Ich will keine Kleider und Oberteile, bei denen die Taille direkt unter der Brust anfängt! Das ist Umstandsmode.

  • Ich will keine asymmetrischen Klamotten und keine zipfeligen Säume.

  • Ich will auch keine Pluderhosen. Das hat schon in den 70-er Jahren entsetzlich ausgesehen.

  • Sogar die Schuhe sind scheußlich! Bei Heine hab was gesehen, das wie explodierte Gummistiefel ausschaut. In Jeansblau. Zum Sommerkleid getragen!

  • Gut, mag sein, dass das wirklich eine Altersfrage ist und all das für junge Frauen konzipiert wurde, die diese Trends nicht schon mehrfach haben kommen und gehen gesehen. Für die „Lady Line“, die Klamotten für Frauen mittleren Alters, bin ich aber noch nicht spießig genug. Das ist mir alles viel zu tantelig. Also bleibe ich bei meinem „orthodoxen Schick“ mit den langen Röcken. Das heißt jetzt Gipsy-Look. Und bei Jeans und T-Shirt.

    Es ist natürlich nicht alles grauslich, was es derzeit zu kaufen gibt. Ab und zu finde ich schon noch ein paar nette Einzelteile. Bei der Otto-Gruppe oder bei Mona. Und dann gucke ich auf den Preis. 70 Euro für einen einfachen Crinklerock? 40 Euro für ein simples T-Shirt ohne besondere Raffinessen? In solchen Fällen rechne ich immer noch um. Mensch, das wären ja 140 bzw. 80 DM! Das sehe ich dann auch nicht ein. Damit ich so viel Geld ausgebe, müsste ein Teil schon außergewöhnlich schön sein.

    3 Kommentare

    1. Du schreibst mir aus der Seele! Mir gefällt zur Zeit auch fast nix, und hier in NL ist fast alles auch extrem eng anliegend und sitzt nicht gut, wie ich nach einer leidvollen und fast erfolglosen Shopping-Aktion feststellen durfte. Und bei Kleidung rechne ich auch immer noch um: 19,99 Euro klingt sympathisch, aber das waren doch mal fast 40 DM! Das ist mir der dünne Fetzen (das englische Wort „flimsy“ fällt mir dann immer ein) dann doch nicht wert.

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