Walker Texas Ranger light

Ich bin ein Held – bei mir läuft gelegentlich der Fernsehsender RTL NITRO; während ich daheim herumkrame. All die alten TV-Serien aus den 70-er und 80-er Jahren, das ist zu komisch!

Dieser Tage habe ich in eine Episode von „Walker Texas Ranger“ reingezappt – und war verblüfft. So luschig war das doch früher nicht! Da haben die doch wunderschön choreographierte Schlägereien gezeigt. Und jetzt? Senden die auf NITRO eine entkoffeinierte, bleifreie, gewaltlose Nachmittagsfassung? Es gab keine einzige Kampfszene, obwohl der Inhalt dies verlangt. Zumindest haben sie keine gezeigt. Immer, wenn es zur Sache ging, haben sie geschnitten: Drohgebärde – Schnitt – und dann lag der Bösewicht mit blutiger Fresse im Dreck oder war mit Draht an einen Baum gefesselt.

Andere Szene: Bezirksstaatsanwältin Alex fragt zwei Entführungsopfer, ob sie denn nie versucht hätte zu fliehen. Schnitt – und man sieht Alex‘ entsetztes Gesicht. Was sie gesehen haben muss, ahnt man wenige Minuten später: Die Entführer drohen Alex mit der Peitsche. Eine der Frauen wird bei der Befragung wohl aus ihrem Kleid geschlüpft sein und Alex ihre Narben gezeigt haben.

Was ist denn das für eine Sendung, bei der man sich das Wichtigste denken muss? Und warum besetzt man die Serienhauptrolle mit Chuck Norris, wenn hinterher von Martial Arts keine Spur ist? Wegen der Handlung oder der schauspielerischen Fähigkeiten der Akteure schaut man sich doch diesen Schmarrn nicht an, sondern nur wegen der Kampfszenen.

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