Grumpy Cat: Das einzige Buch mit Schlechte-Laune-Garantie

Grumpy Cat: Das einzige Buch mit Schlechte-Laune-Garantie, München 2013, Verlag arsEdition, OT: A Grumpy Book, ISBN-978-3-84580415-6, Hardcover, 90 Seiten (nicht paginiert), durchgehend farbig bebildert, Format: 20,2 x 15,6 x 1,4 cm, Buchpreis: EUR 9,99 [D], EUR 10,30 € [A], CHF 14,90, Preis Kindle Edition: EUR 7,99.

GrumpCoverklein

Im wahren Leben ist Tabatha Bundensens Katzendame Tardar Sauce trotz des genetisch bedingten felinen Kleinwuchses ein ganz normales Kätzchen, das spielt und schmust und schnurrt wie alle anderen auch. Aber durch den miesepetrigen Gesichtsausdruck, der ihrer Behinderung geschuldet ist, wurde sie zum Internet-Star. Sie hat sogar einen Künstlernamen: „Grumpy Cat“. Mürrische Katze.

Das erste Foto von „Grumpy Cat“ wurde am 22. September 2012 ins Internet gestellt. Erst glaubten die Leute, das Bild sei per Photoshop bearbeitet. Doch das ist alles Natur. Ein Youtube-Video vom 25. September 2012 verbreitete sich im Nu viral. Grumpy Cats offizielle Facebook-Seite hat derzeit 1,7 Millionen Gefällt-mir-Angaben. Und bei den Webby-Awards 2013 gewann die Katze einen Preis für das Meme des Jahres.

Beinahe täglich gehen neue Fotos von ihr online, auf denen ihr fiese, schwarzhumorige, pessimistische und zynische Sprüche ins Mäulchen gelegt werden.
„Ich hatte mal Spaß. Es war furchtbar.“
„Ich hasse Morgenmenschen. Und jeden Morgen. Und alle Menschen.“
„Ein einziger Kuss enthält mehr Bakterien als 100 Klobrillen.“

Auch im vorliegenden Buch klopft Grumpy gemeine Sprüche, macht düstere Prognosen und erklärt uns, wie man garantiert schlechte Laune bekommt. Sie zeigt uns ihr Zuhause in Arizona, das sie selbstverständlich ganz entsetzlich findet, macht uns mit ihren menschlichen, tierischen und pflanzlichen Mitbewohnern bekannt, die sie natürlich hasst, und führt vor, was wir tun müssen, um genauso so finster und biestig zu schauen wie sie.

Es gibt Grumpy-Rätsel, eine Grumpy-Ausmalvorlage mit strengen Farbvorgaben und diese „verbinde-die-34-Punkte“-Bildchen, denen man auch als Erwachsener nur schwer widerstehen kann. Grumpy-Spiele gibt’s auch. Und was man auch anstellt, man kann dabei nur verlieren.

Das Buch verfolgt keinen höheren Zweck. Es der der pure Unfug für Freunde des Skurrilen und Fans von Grumpy Cat.

„Grumpy Cat“, deren Eltern übrigens ganz normale Hauskatzen waren, ist seit 2013 eine Marke. Es gibt Fan-Artikel wie Plüschtiere und T-Shirts. Und das Tier hat einen eigenen Manager. Doch irgendwie hat der ganze Hype ein leichtes Geschmäckle, sobald man weiß, dass man hier über eine Behinderung lacht. Na ja, der Katze wird das vermutlich egal sein. Hauptsache, ihre Menschen kümmern sich gut um sie.

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com

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