Die Sache mit den Wurmlöchern

Ob es auf unserem Grundstück Wurmlöcher gibt? Ich meine jetzt nicht die von Regenwürmern. Die hat es da ganz bestimmt. Ich meine solche, wie sie in amerikanischen Science-fiction-Serien vorkommen: so abflussartige Gebilde im Universum, in denen alles Mögliche verschwindet und anderes dafür unerwartet auftaucht.

Sowas muss es bei uns geben. Oder wie sonst soll man sich erklären, dass sich Fahrräder, Gartengeräte sowie zur Abholung bereitgestellter Schrott und Sperrmüll in Nichts auflösen, sobald man ihnen auch nur drei Minuten lang den Rücken kehrt? Und wie konnte sich eine riesenhafte Kübelpflanze, die von drei Personen nur mit Mühe zu bewegen war, klammheimlich über Nacht in unserem Garten materialisieren?

Unser hauseigenes Wurmloch hat aber noch ganz andere Tricks drauf! Das Verlängerungskabel vom Rasenmäher legte nicht nur eine perfekte Verschwinde-Nummer hin, es tauchte auch urplötzlich wieder an seinem angestammten Platz in der Waschküche auf. Aber natürlich erst, nachdem meine Cousinen mit Hilfe eines ausgeborgten Kabels den Rasen gemäht hatten, sämtliche Hausbewohner um sachdienliche Hinweise zum Verbleib des Kabels gebeten worden waren und der Gatte ein neues gekauft hatte. Seltsam, nicht?

Am merkwürdigsten war jedoch der Vorfall mit dem sündteuren Fahrrad der Familie, das eines Abends spurlos aus dem Garten verschwand – und anderthalb Jahre später mit defekter Bremse wieder im Fahrradkeller stand. Ganoven bringen defektes Diebesgut doch nicht wieder ins Haus des ursprünglichen Besitzers zurück! Für diese Aktion kann also nur ein Wurmloch verantwortlich sein.

Wie, das ist unwissenschaftlich? Wurmlöcher, die sowas machen, gibt es nur in Fernsehserien?
Ach!

Okay. Dann werden es wohl A***löcher gewesen sein.

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Foto: Heidi Appel / www.pixelio.de

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