Gibt’s Trost auf dem Friedhof?

Mich hat es nie auf Friedhöfe gezogen, höchstens zum Fotografieren. Ich gehe ans Grab meiner Mutter, weil mein Vater das will und weil man das so macht. Und ich wäre heute auch nicht hingegangen, wenn ich nicht auf dem Weg zu Gerhards Eltern ohnehin daran vorbeikäme.

Die Friedhofsgärtner haben die Blumendeko aus der Aussegnungshalle auf den Sims der Urnenwand gelegt. Schaut schön aus, aber ich finde es unendlich deprimierend und es haut mir meinen Verlust irgendwie mit Schmackes um die Ohren. Ich fand den Besuch dort ganz schrecklich. Ich weiß gar nicht, wie andere Menschen am Grab ihrer Angehörigen Trost finden.

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Ein Namenszug ist noch keiner auf dem Urnenfach. Da muss erst der Steinmetz ran.

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Ein Kommentar

  1. Für mich auch kein Trost, deswegen das Poster vom Friedwald, ich sehe es jeden Tag und kann immer mit meinem Charly sprechen. Und was die Anderen sagen, von wegen Trauer und Trauerdauer, das ist doch alles doof. Einen geliebten Menschen darf man immer betrauern, und dann gibt es da noch wunderbare Bücher. Eines davon von dem Ehepaar Guggenheim:“Trost aus dem Jenseits“ oder „PS ich liebe dich“, was die Leute dazu sagen, will ich nicht wissen, Alles Liebe

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