Immer neue Schmucksteine

Rubin, Saphir, Smaragd, Granat, Amethyst, Granat, Turmalin … und noch rund ein Dutzend anderer Schmucksteine kannte ich als Kind. Entweder aus dem Schmuckkästchen von Mutter und Tanten oder aus der entsprechenden Farbtafel im Brockhaus-Lexikon.

Diamanten haben mich damals nicht sonderlich beeindruckt, die waren ja farblos wie Glas. Gut, sie waren härter als alles andere und saumäßig teuer, sagte mein Vater, aber besonders schmückend fand ich sie nicht. Einen Opal hätte ich damals gern mal „in echt“ gesehen, der sah in seiner schillernden Vielfarbigkeit auf der Farbtafel sehr interessant aus. Ich glaube, ich war vierzehn, als ich das erste Schmuckstück mit einer Opaltriplette in Händen hielt. Und fünfundvierzig, als ich eins besaß.

Das Schmucksteinwissen aus dem Brockhaus-Lexikon hat viele Jahre lang ausgereicht. In den Schmuckkatalogen und Schaufenstern der Juweliere ist mir nicht viel anderes begegnet als das, was ich dem Namen nach kannte. Doch in den letzten Jahren habe ich das Gefühl, dass mit jeder Modekollektion auch neue Schmucksteine auf den Markt kommen.

Auf einmal wurde Peridot modern, dann hatte eine Bekannte ein Armband aus Labradorith. In den Schmuckkatalogen tauchten Ketten aus Dalmatinerstein auf und Steinnamen wie Charoit, Tansanit, Chromdiopsit, Mystic Topas, Iolith und weiß-der-Teufel was nicht noch alles. Manches klingt wie eine Krankheit. Meine neueste Entdeckung: Larimar. Noch nie zuvor gehört. Ich kenne nur Larifari, aber das hat ja mit Schmucksteinen nichts zu tun.

Wo kommen die auf einmal alle her? Hat man die erst entdeckt, hat man sie früher nicht zu Schmuck verarbeitet oder hießen sie einfach nur anders? Oder ist das alles nur künstlich? Sind das altbekannte Steine, die man erhitzt, bestrahlt, bedampft oder sonstwie farblich verändert hat und ihnen dann phantasievolle Namen gab?

Foto: de:User:Chd (Labels) and en:User:Arpingstone (Picture)
Quelle: Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported lizenziert. Dieses Werk darf von dir verbreitet werden – vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, neu zusammengestellt werden – abgewandelt und bearbeitet werden zu den folgenden Bedingungen: Namensnennung – Du musst den Namen des Autors/Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen (aber nicht so, dass es so aussieht, als würde er dich oder deine Verwendung des Werks unterstützen). Weitergabe unter gleichen Bedingungen – Wenn du das lizenzierte Werk bzw. den lizenzierten Inhalt bearbeitest, abwandelst oder in anderer Weise erkennbar als Grundlage für eigenes Schaffen verwendest, darfst du die daraufhin neu entstandenen Werke bzw. Inhalte nur unter Verwendung von Lizenzbedingungen weitergeben, die mit denen dieses Lizenzvertrages identisch, vergleichbar oder kompatibel sind.

2 Kommentare

    1. Meine Grundkenntnisse in Sachen Schmucksteine habe ich in den 60-Jahren erworben. Für mich ist alles, was seinerzeit nicht im Brockhaus stand oder in den Schmuckkästchen der Familie zu finden war, neumodisches Zeugs. 🙂 Der Tansanit ist mir tatsächlich erst jetzt in einem aktuellen Schmuckkatalog aufgefallen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.