Hund und Herrchen. Das knuffige Memo-Spiel (10 – 12 Jahre)

Martin Distler (Produktmanagement): Hund und Herrchen. Das knuffige Memo-Spiel (10 – 12 Jahre), München 2014, GeraMond-Verlag, ISBN 978-3-7658-2042-7, 40 stabile farbige Spielkarten in einer Hardcover-Box, mit farbiger Spielanleitung, Format der Box: 7,8 x 4,1 x 15,1 cm, EUR 9,99 [D], EUR 9,99 [A], sFr 15,90.

Abbildung: GeraMond Verlag
Abbildung: GeraMond Verlag

Dass Herrchen oder Frauchen und ihr vierbeiniger Freund sich erstaunlich ähnlich sehen können, hat jeder schon mal beobachtet. Bei diesem Memo-Spiel kommt es darauf an, Hund und Herrchen bzw. Frauchen einander zuzuordnen. (Pressetext)

Normalerweise schlagen Grundschulkinder die Erwachsenen in jedem Memo-Spiel, ob das nun das klassische Memory® ist oder ein artverwandtes Konzept. Hier haben vielleicht endlich mal die älteren Semester eine Chance.

HUND UND HERRCHEN funktioniert nach dem bekannten Prinzip: Man legt die Karten verdeckt auf den Tisch. Jeder Spieler darf reihum zwei Karten aufdecken. Hat er ein Kartenpaar – also den Menschen und den dazugehörigen Hund – gefunden, darf er es behalten und nochmal zwei Karten aufdecken. Das Spiel ist beendet, wenn alle Kartenpaare gefunden wurden. Gewinner ist, wer die meisten Karten hat.

Eine Besonderheit hat das Spiel: Es geht nicht darum, zwei identisch aussehende Karten aufzudecken – da gewinnen die KIeinen immer -, sondern mit Mensch und Hund ein Paar zu finden, das einander lediglich ähnelt: Sie haben die vielleicht die gleiche Haarfarbe oder „Frisur“, eine ähnliche Statur oder Mimik, große braune Kulleraugen oder ein langes, trauriges Gesicht …

Abbildung: (c) GeraMond Verlag
Abbildung: (c) GeraMond Verlag

Das ist dann schon Memo für Fortgeschrittene. Ein bisschen hilft beim Zusammensuchen der Paare die Farbe des Bildhintergrunds, die bei Herr und Hund jeweils gleich ist. Wahnsinnig aufschlussreich ist das aber nicht, weil jeweils mehrere Paare vor einem roten, grauen oder gelben Hintergrund fotografiert wurden.

Da „Ähnlichkeit“ im Gegensatz zu „Gleichheit“ offen für Interpretationen ist und beim Spielen zu Streit führen könnte, sind die richtigen Kombinationen von Herr und Hund in der Spielanleitung abgebildet. Die sollte man also gut aufheben, denn ohne diese Möglichkeit zum Abgleich sind Diskussionen vorprogrammiert. So manchen bärtigen Herrn und einige der wild gelockten Damen könnte man auch anderen Hunden zuordnen.

Es dauert ein paar Spielrunden, bis man zweifelsfrei weiß, wer zu wem gehört und einem keine Zuordnungsfehler mehr unterlaufen. Dann weiß man genau, wonach man Ausschau halten muss: nach dem Herrn mit der Mütze für den Hund mit den Schäfchenlocken, nach dem Welpen mit den roten Ohren für den grauhaarigen Herrn mit Bart. Und die Punkerin gehört zum Collie. Wenn diese Kombinationen mal sitzen, werden vermutlich auch wieder die Kleinsten gewinnen. Haushoch.

HUND UND HERRCHEN ist ein Memo-Spiel unter erschwerten Bedingungen, das ein kleines bisschen daran krankt, dass nicht alle Paare so eindeutig zusammengehören wie die ersten sieben auf der Spielanleitung. Originell und unterhaltsam ist es allemal.

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com

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