Judith Haentjes: Nasse Tiere

Judith Haentjes: Nasse Tiere, Verlin 2015, Eden Books, ISBN 978-3-959100-03-8, Hardcover, 96 Seiten, 80 farbige Abbildungen, Format: 12,5 x 16,5 x 1 cm, Buch: EUR 9,95 (D), EUR 10,40 (A), Kindle Edition: 7,99.

Foto: (c) Eden Books
Foto: (c) Eden Books

Man nehme ein im Internet beliebtes Thema, niedliche Fotos aus Bilddatenbanken, füge ein paar launige Sprüche hinzu und fertig ist das tierische Geschenkbuch. Okay, ganz so einfach ist es nicht. Man muss schon ein Händchen fürs richtige Thema haben und in der Lage sein, aus der Unmenge der angebotenen Fotos eine Auswahl treffen zu können. Das kann echte Herausforderung sein.

Foto: Nebel / Eden Books
Foto: Nebel / Eden Books

Die Fotos sind klasse: Hunde in der Wanne, schwimmende Schweine, Affen und Bären, planschende Tiger, eingeseifte Meerschweinchen, mehr oder weniger vergnügt dreinschauende Robben. Ob Nilpferd, Nager oder Pony, alle scheinen Spaß zu haben im nassen Element – bis auf die Hauskatzen. Die schauen durchweg grummelig oder wahrhaft entsetzt, wenn sie mit Wasser (und Shampoo!) in Berührung gekommen sind. Normalerweise ist es ja auch nicht nötig, dass man sie badet. Es sei denn, die hätten sich mit etwas Giftigem eingesaut, das sie sich besser nicht aus dem Fell lecken sollten.

Nur eine absolute Minderheit der Hauskatzen planscht oder schwimmt gerne. Bei den Großkatzen ist es nicht viel anders. Das Gesicht des Löwen, der ausschaut, als habe ihm ein unfähiger Friseur seine Mähne verföhnt, ist unbezahlbar!

Einige Bilder kommen ganz ohne Text aus, andere werde mit lustigen Sprüchen garniert, die mal mehr, mal weniger gut sitzen. NASSE TIERE ist keine rasend anspruchsvolle Lektüre, aber das wird von so einem Bilderbüchlein auch niemand erwarten. Als kleines Mitbringsel für Tierfreunde ist es gut geeignet. Ob man es allerdings Kindern in die Hand gibt, sollte man sich gut überlegen. Zum einen könnten die Kids auf die Idee kommen, die Bilder mit der eigenen Hauskatze nachstellen zu wollen und zum anderen käme man in die Verlegenheit, ihnen den Spruch von der Ente und dem Enterich erklären zu müssen …

Rezensent: Edith Nebel
EdithNebel@aol.com

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