Kleine Tapeten-Horrorshow

So, es ist vollbracht: Erdgeschoss und Obergeschoss des Hauses sind geräumt. Zwei Tischchen, eine 50er-Jahre-Kommode und der Einbauschrank im Hauswirtschaftsraum dürfen bleiben. Den hat vor rund 60 Jahren mein Onkel eingebaut und er ist noch einwandfrei. Dass der Schrank dunkel ist, wird den Staubsauger und das Bügelbrett kaum stören.

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Diese Kommode stand bei uns jahrelang im Flur. Man müsste sie ein bisschen aufarbeiten.

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Einbauschrank vom Schreiner. Bleibt.

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Was immer zutage kommt, wenn man eingebaute Schränke abschlägt, sind die Tapeten verganger Jahrzehnte. Die aus den 1970er-Jahren sind natürlich schon ein Brüller aus heutiger Sicht.

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Unten: Die olle Flurtapete, die man oben in der Ecke sieht, hier nochmal im Detail.

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Und die Wandfliesen in der oberen Küche haben wir irgendwann mal mit diesen Blütenranken überklebt.

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Aber machen wir uns nichts vor: in 50 Jahren machen die Leute über die Art,, in der wir heute unsere Wohnungen gestalten, auch „hihihi“. So ist das eben mit der Mode.

Und in der oberen Küche ist bei weiteren Arbeiten noch eine Tapete rausgekommen, die aus den 1960er-Jahren stammen muss:

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4 Kommentare

  1. Na ja, die 70er waren schon sehr speziell. Über den Baustil von Anfang des 20. Jahrhunderts macht man heute noch nicht hihihi. Und eine Wohnung, die in den 90ern gerichtet wurde, kann man heute immer noch angucken, auch wenn man heute typischerweise z.B. andere Fliesenformate wählt. Aber wer hätte in den 90ern eine in den 70ern gerichtete Wohnung ertragen?

    Dein Tapetenzoo ist ganz großes Kino. Ein bißchen Farbe in Wohnungen mag ich aber, es muss ja nicht zugehen wie bei Architekten, die sich außer weiß, grau und schwarz nichts trauen.

    1. Farbig wird’s bei mir von allein, weil ich jede Menge Bilder und Bücherregale habe. Also muss der Hintergrund ein bisschen zurückstehen.

  2. Wenn ich mir die Räumlichkeiten eines Auftraggebers zo betrachte, scheinen diese Muster wieder absolut in zu sein. Mich erinnern sie an die Wohnung meiner Oma, als ich klein war. Nostalgie purst.

  3. Bei Tapetenmoden hab ich schon ewig den Anschluss verloren. Als ich klein war, kannte ich mich bestens aus. Es gab ein Fachgeschäft am Ort, und ich hab öfter mal aus reinem Spaß an der Freud die riesigen Musterbücher durchgeblättert.

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