Das Leben im Home-Office

Lange war’s nur eine Eventualität, das allerletzte Mittel, wenn alle Stricke reißen: Das Home-Office. Und jetzt konnten wir so schnell gar nicht gucken, wie wir uns mit Sack und Pack zum Arbeiten auf unseren Dörfern wiederfanden. 🙂 Corona macht’s möglich.

Technisch und organisatorisch war alles wunderbar vorbereitet. Da hätten sich ein paar Leute einen Orden – und einen Bonus! – verdient. Denn, mal ehrlich: Wenn die Zusammenarbeit von daheim aus nicht klappen würde, könnten wir uns einsalzen lassen. Muss mal gesagt sein.

Ein Kollege hat mich gestern mitsamt meinem Krempel nach Hause gefahren. Mit der Sackkarre kann ich den Computer ja schlecht via ÖPNV durch drei Gemeinden inklusive Großbaustelle transportieren.

Daheim habe ich erst einmal meinen privaten Computerkram vom Schreibtisch geräumt und das dienstliche Gedöns installiert. Bis auf kleinere Schwierigkeiten mit den Servern läuft jetzt alles. Es gibt sogar Funktionen, die von daheim aus besser arbeiten als im Büro, warum auch immer.

Daran könnte ich mich gewöhnen

Ja, ich könnte mich daran gewöhnen. Die Kommunikation mit dem Team klappt auch auf die Distanz wunderbar. Im Großraumbüro muss ich nur kurz über den Zaun blöken, um eine Antwort zu erhalten. Aber so geht’s auch.

Das einzig Blöde: Mein Bürostuhl hier im Home-office ist nicht für so lange Arbeitstage gemacht. Das ist ein billiges Modell und auch schon uralt. Zum daheim ein bisschen am Computer rummurksen und die Blogs zu pflegen, reicht das.  Aber nicht für professionelle Nutzung. Da wird einigen im Kolleg*innenkreis das Kreuz wehtun. Wenn man 8 Stunden und mehr wie der Frosch auf der Gießkanne auf einem Esszimmerstuhl sitzt und den Computer malträtiert, ist das sicher auch nicht lustiger.

Ja, dann schauen wir mal, wie das so wird. Und ob wir, wenn wir dermaleinst im Mai (oder im Herbst oder im neuen Jahr) wieder alle in den Verlag einrücken, wirklich „Resozialisierungsmaßnahmen“ brauchen, um uns wieder ans Büroleben zu gewöhnen. 

Home-Office mit meinem privaten Technikkram
Computer in der Kiste und eine Posttasche voller Zubehör
Firmengedöns installiert
Juhu, alles läuft! Jetzt kann’s logehen!
Zweiter Arbeitstag im Schlabberlook
Hallo ihr da draußen! Schöne Grüße aus der Provinz.

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