Martin Blank: Mein Name ist Anton und ich bin ein Dackel

Martin Blank: Mein Name ist Anton und ich bin ein Dackel,Volkertshausen 2007, Selbstverlag, Softcover, 70 Seiten, mit 27 Illustrationen des Autors 17,5 x 21 x 0.5 cm, EUR 9,80, Bezugsquelle: http:// blank-dackel.de/onlineshop

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Rauhaardackel-Welpe Anton weiß nicht, wie ihm geschieht, als Emil, Ilse und Tochter ’žMausi’œ ihn von seiner Hundefamilie und seinen Menschen wegholen. Ein Jagdhund soll er werden, meint sein neues Herrchen, und in die Pfotenstapfen des alten Barry treten.

Der Welpe sieht das gelassen. Es wird sich schon alles fügen. Herrchen Emil scheint ja ganz in Ordnung zu sein, nur die ’žstinkende Bratwurst’œ, die er sich in den Mund zu stecken pflegt, ist nicht ganz nach Antons Geschmack. Sie gibt immer so widerlichen (Zigarren-)Rauch von sich. Frauchen Ilse ist ihm auf Anhieb sympathisch, und Willi, Herrchens Jagdfreund, sowieso. Er steckt dem kleinen Anton nämlich gerne heimlich Leckerbissen zu.

Nur die Tochter des Hauses, Stefanie, genannt ’žMausi’œ, macht Probleme. Sie kommt mit Anton gar nicht klar. Als er sich unbemerkt in ihrem Kinderzimmer zu schaffen macht und dabei eine ihrer Puppen zerbeißt, ist er bei ihr endgültig unten durch. Tante Ritas gut gemeinter Rat, Stefanie mit Anton Gassi gehen zu lassen, damit die beiden sich aneinander gewöhnen, fruchtet nicht und endet ums Dackelhaar in einer Katastrophe. Nur langsam überwindet Stefanie ihre Eifersucht und Abneigung und freundet sich mit Anton an.

Anton wächst und gedeiht. Er lernt unter anderem, wie man Ilses geliebten Garten in eine Kraterlandschaft verwandelt, wie man ein ’žschussfester’œ Dackel wird ’“ und er erkennt das Prinzip der Hundeschule: Wenn man immer genau das Gegenteil von dem macht, was man gerade möchte, gibt es zur Belohnung Leckerli.

Nach einem erlebnisreichen Urlaub in Tirol, der Klein-Anton weitere verblüffende Erkenntnisse über die Eigenheiten der Menschen beschert und Herrchen Emil eine überaus anstrengende Bergtour, geht es für Anton zum allerersten Mal auf die Jagd. Wie er dabei zum Helden wird, der sogar mit Foto in der Zeitung erscheint, das ist eine Geschichte für sich …

Mit viel Humor, Beobachtungsgabe und Dackel-Erfahrung erzählt Martin Blank die Abenteuer des kleinen Rauhaardackels Anton. Mit frechem Charme und Dackelblick schleicht sich Anton in die Herzen der Menschen in seiner Umgebung ’“ und in die der Leserinnen und Leser. Wenn man dieses meisterhaft illustrierte Büchlein gelesen hat, möchte man am liebsten sofort einen Rauhaardackel-Welpen haben. Dass man Puppen, Schuhe und leckere Wurst am besten unter Verschluss hält, wenn man einen kleinen Anton im Haus hat, weiß man ja jetzt. Und auf den Schmäh mit dem Dackelblick würden wir nach dieser Lektüre sicher auch nicht mehr hereinfallen. Oder?

Wer den kleinen Anton in sein Herz geschlossen hat und nicht in der glücklichen Lage ist, selbst einen Dackel halten zu können, kann sich zumindest an weiteren illustrierten Abenteuern des liebenswerten Rauhaardackels erfreuen. Informationen dazu gibt auf der Homepage des Autors: http:// blank-dackel.de

Der Autor
Martin Blank erlebte seine ersten Jahre in der Nachkriegszeit einem kleinen Dörfchen im Hegau, in der Nähe des Bodensees. Seine zeichnerische Leidenschaft begann eigentlich in frühester Kindheit. Das Beobachten von Mensch und Tier seiner ländlichen Umgebung reizten ihn schon damals zur Karikatur, womit er so manchen Lacherfolg einheimste. Sein Talent brachte ihm während der Schulzeit, erst als Schüler, später als Lehrer, viele Sonderaufträge ein, die er mit Freude erfüllte. Dennoch haben ihn Generationen von Schülern nicht als Zeichner, sondern als Geschichtenerzähler in Erinnerung behalten. In seinen Büchern vereinen sich beide Talente, das Karikieren und das Erzählen, zu humorvoll-unterhaltsamen Gesamtkunstwerken, an denen besonders Tierfreunde ihre Freude haben.

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