Zurück von der Geschäftsreise

In unserem Tiergeschichtenblog hatte ich vor meiner Abreise Bescheid gesagt, hier nicht: Ich war vom 28. Februar bis einschließlich 5. März auf Geschäftsreise in Barcelona.

Was kann ich euch erzählen? Nichts über geschäftliche Inhalte, denn das darf ich nicht. Bilder von uns bei der Arbeit und beim Essen darf ich euch auch nicht zeigen, auch wenn Kollege Lukasz tolle Fotos geschossen hat. Und zum Sightseeing hab ich keine Zeit gehabt.

Kollegen aus anderen Ländern haben sich da cleverer angestellt: Die haben sich am späten Nachmittag von der Veranstaltung abgeseilt, haben ein paar Sehenswürdigkeiten besucht und sind um 10 Uhr abends wieder zurückgekommen. Dafür haben sie dann bis nachts um halb drei an ihren Unterlagen gearbeitet. Aber wenigstens hatten sie ein bisschen ’žGaudi’œ.

Mich hat’™s gleich am zweiten Tag mit einer Erkältung umgehauen. Dass die das aber auch mit der Klimaanlage nicht in den Griff kriegen! Es hatte gefühlte 15 Grad in den Besprechungsräumen, und es zog von früh bis spät wie Hechtsuppe. Hat man an der Rezeption was gesagt, haben die geschwind rumgefummelt an der Anlage. Dann wurde es kurze Zeit besser und gleich darauf wieder arschkalt. Jetzt hab ich nicht nur neue Kontakte, interessante Erkenntnisse und ein paar hoffnungsvolle Entwürfe von der Veranstaltung mitgebracht, sondern auch eine fette Bronchitis.

Doppelt ärgerlich, wenn ich bedenke, dass mein Kollege und ich nur an der Geschäftsreise teilnahmen, weil vier andere Kollegen keine Zeit hatten. Notgedrungen mussten sie also uns schicken. Eigentlich gebührt meine Erkältung ja den anderen. 😉

Das Hotel war schick … Dass der Internetanschluss so langsam war, als sei er pedalbetrieben, lag laut Auskunft meines Kollegen nicht am Hotel sondern an meinem alten Gurkenhobel von Laptop.

Aber macht man in einem 5-Sterne-Hotel so was?

Ich bin garantiert nicht pingelig, aber beim Bezug des Hotelzimmers einen Schmierfilm im Waschbecken vorzufinden, das find ich nicht so angenehm. Da juckt’™s einen als schwäbische Hausfrau in den Fingern, nach Scheuermittel und Putzlumpen zu greifen und denen mal zu zeigen, wie das geht. Am dritten Tag war der Schmierfilm dann weg. Da haben sie es wohl von selber gemerkt. Gesagt hatte ich nix. Ich wollte kein Theater machen, weil ich weiß, dass die Zimmermädchen im Akkord durch die Räume rasen und kaum was verdienen.

Hotelschmutzwäsche für 24 Stunden im Zimmer eines Gastes zu parken, gehört sicher auch nicht zu den Standards eines 5-Sterne-Hotels. Aber, wie gesagt, ich wollte die Mädels nicht in die Pfanne hauen.

Fliegen wird ganz sicher nie mein Hobby. Zu langwierig, stressig und umständlich. Beim Hinflug via Zürich war ich dem Herzkasper nahe, weil es zeitlich so arschknapp zuging, dass ich schon dachte, ich krieg den Anschluss nicht mehr. Man muss ja in Zürich beim Umsteigen noch mal durch den ganzen Sicherheitsschmonzes durch, und als ich die kilometerlange Schlange sah, dachte ich, das reicht nie, das Securitygedöns dauert mindestens bis Pfingsten! Man hat mich dann zu einem Expressschalter geleitet, wo’™s ein wenig schneller ging. Aber hätte das Flugzeug nicht eh eine halbe Stunde Verspätung gehabt, hätte mir das nie gereicht. Ich hasse das!

Auf dem Heimflug hatte ich alle Zeit der Welt, es war auch ein Direktflug. Aber es gibt immer mindestens einen Geschäftsschnösel an Bord, der sich unendlich wichtig vorkommt, in allem eine Extrawurscht gebraten haben will, das Personal auf Trab hält und seinen Mitreisenden gehörig auf den Sack geht. Das war diesmal natürlich nicht anders. ’žGrrrr’œ, möchte man da knurren, ’žjetzt mach doch mal halblang, Alter!’œ

Ich zähle jedes Mal die Minuten bis zur Landung in Stuttgart. Daheim ist daheim.

Wenn ich Pech hab’™, muss ich im Juli schon wieder …

  1. Wieso brauchst du ein Doppelzimmer, wenn dein Schnucki auf die Katzen daheim aufpasst, habs kontrolliert??
    Was sagt er dazu und wieso sagte er du wärst in Madrid, verdächtig, verdächtig??
    Und Willy Wichtigs gibt es überall.

    1. Ich hab seit 25 Jahren kein Hotelzimmer mit Einzelbett mehr gesehen. Gibt’s das überhaupt noch? Wenn einer ein Einzelzimmer will, kriegt er ein Doppelzimmer und zahlt einen Aufschlag.

      Und er hat von Madrid geschwätzt? Ja, da waren wir auch schon mehrmals. Und in Sitges und in Lissabon … und in London, Paris, Prag, Amsterdam, New York und Montreal. Das sind so die Locations. Kann man schon mal durcheinander kommen. Aber ich hinterlege immer brav Flug- und Hoteldaten. Die Familie weiß schon genau, wann ich wo bin.

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