Künstlergruppe Spectrum

Einmal im Jahr veranstaltet die Künstlergruppe Spectrum im Rathaus meines Heimatorts Denkendorf eine Ausstellung. Und wenn ich’™s irgendwie regeln kann, fahre ich hin und schaue mir das an. Mit der Zeit kennt man die Künstler und die Bandbreite ihres Schaffens, und es ist immer wieder spannend zu sehen, was sie zur aktuellen Ausstellung mitbringen.

Ich hatte die kleine Kamera dabei und hätte zu gerne einen Querschnitt der dort präsentierten Arbeiten gezeigt. Aber denke, das wird urheberrechtlich nicht erlaubt sein.

Was ich sicher zeigen darf, sind Arbeiten von Ute Maria Seemann, mit der ich seit vielen Jahren befreundet bin. Wenn ich noch Platz in der Bude hätte, wären für mich diese beiden Bilder in Frage gekommen: Als erstes der ’žAufruhr im Weltall’œ.

Vielleicht, weil mich das an meine Vorliebe für Science Fiction erinnert. Es ist eine rein emotionale Angelegenheit, ich habe keine hochgestochene Erklärung dafür.

Ebenfalls in Frage käme das Bild ’žUrbanisiert’œ. Und meine Begründung ist wohl der Alptraum jedes Kunstschaffenden: Ich liebe die Farben, das Weinrot und das Gold. Tja, so sind sie, die Banausen!

Was die Künstlerin sonst noch so macht, sieht man hier: http://www.ute-maria-seemann.de

Jochen Kaufmann war mit seinen ’žJokatoons’œ vertreten. Ich liebe seine Cartoon-Viechereien, möchte ihn hier aber aus rechtlichen Gründen nur verlinken: http://www.wa-joka.de/

Wenn ich viiiiel Platz hätte, hätte ich mich spontan zum Kauf dieses großformatigen Werks des Künstlers Hans-Werner Robach entschlossen.

Das Motiv sagt wohl vor allem einem Bewohner der Fildern etwas. Das abgebildete Spitzkraut, auch bekannt als Spitzkohl oder ’žFilderkraut’œ ist eine Spezialität, die bei uns in der Filderebene angebaut wird. Schriftlich erwähnt wird das Filderkraut erstmals 1772, es hat also eine recht lange Tradition.

Und mitten in dieses traditionelle Land(wirtschafts-)bild fliegt grottenbreit ein Airbus. Ich habe gelacht, als ich das gesehen habe und spontan die Kamera gezückt. Na klar, wir haben nicht nur das Filderkraut, wir haben ja auch den Flughafen! Natur und Technik, Tradition und Moderne, Landwirtschaft und Industrie, Provinz und weite Welt ’“ all das trifft sich in diesem Motiv. Und das ist ja eigentlich genau das, was unsere Region ausmacht. Als ehemals vielfliegendes Landei kann ich mich mit der Bildaussage identifizieren.

Immer wieder bin ich zu diesem Bild zurückgekehrt. Bis mich der anwesende Künstler ansprach. Wir haben uns eine ganze Weile recht angeregt unterhalten. Über das Bild, die Künstlergruppe und die Kunst im allgemeinen. Und wir spekulierten, was es wohl in hundert Jahren noch geben wird: Den Airbus oder das Filderkraut. Weiß man’™s? Natürlich habe ich gefragt, ob ich das Bild hier veröffentlichen darf. Und ich danke für die Erlaubnis.

Falls mir doch noch einfällt, wo ich dieses Bild unterbringen könnte, kontaktiere ich den Künstler und hol’™s mir.

2 Kommentare

    1. Was lange gärt, wird endlich Wut. 🙂
      Vielleicht hast du das damals auch gelesen und inzwischen wieder vergessen. Ob ich es heuer zur Ausstellung schaffe, weiß ich noch nicht. Familienchaos, da Vater im Krankenhaus.

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