Pannen am Bau

Seit ich mit dem Umbau meines Elternhauses angefangen habe, hab‘ ich kaum etwas von Pannen am Bau erzählt. Nicht, weil ich angeben oder etwas beschönigen wollte, sondern weil nichts Nennenswertes passiert ist. Blöd für die Leser. Ich weiß doch, dass nix so lustig ist, wie wenn bei anderen Leuten was schiefgeht.

Jetzt, wo mehrere Gewerke ineinandergreifen und einer auf das aufbauen muss, was der andere gemacht hat, kommen doch so manche Unzulänglichkeiten ans Licht. Und weil bei den Fremdfirmen organisatorisch auch nicht alles immer reibungslos klappt, haben wir grad keinen guten Lauf.

WEIL die Jungs, die am Freitag die Küchenmöbel liefern sollten, nicht auf ihren Arbeitsplan geschaut haben oder der nicht stimmte, standen sie nicht, wie schriftlich vereinbart, um 11 Uhr vormittags auf der Matte, sondern riefen mich um 7 Uhr in der Früh zuhause an, also sie wären jetzt da. Ich war grad im Bad und ziemlich verwirrt. Äh, ich mein‘, die waren vier Stunden zu früh! Also hab ich mich im Turbotempo gerichtet und bin mit dem nächsten Bus nach Denkendorf rausgefahren. Die Küchenmenschen saßen derweil im Café ums Eck beim Frühstück. Ich rein ins Café: „Also, guten Morgen die Herren, ich muss jetzt erst mal ins Haus und die Küchen rauswischen.“
Ich war ja davon ausgegangen, dass ich alle Zeit der Welt hätte. Na ja, gut, sie haben zugegeben, dass das ein Fehler ihrer Firma war und nicht meiner, und um 8 Uhr haben sie dann losgelegt.

EG-Kueche 008

WEIL aber die Elektriker etwas verwechselt haben, sitzt jetzt die Steckdose für den Kühlschrank an der falschen Wand. Das ist weder mir noch dem Chef der Renovierungsfirma aufgefallen, obwohl wir es beide hätte merken können und müssen. Gut. Ich hab den Chef angerufen, der sofort „einflog“ und mir versicherte, der Elektriker fummle am Montag da noch eine Steckdose hin. Da muss die Küchen-Aufbaucrew halt auf der anderen Seite anfangen.

WEIL die Küche schon vermessen wurde, bevor der Boden gelegt und die Decke abgehängt war und diese Information irgendwo zwischen den Gewerken verlorenging, gibt es jetzt zwei Problembär-Schränke, die der Höhe nach nur mit etwas Nachhilfe in die Küche passen. Das dürfte kein Drama sein, das kann man mit diesen Kunsttofffüßchen und einer Säge regeln, aber es bedeutet halt einen Mehraufwand und die Küchencrew murrte.

EG-Kueche 009

WEIL die Gartenbaufirma, die mein Cousin beauftragt hat, bereits am zweiten Arbeitstag das Telekomkabel im Hof erlegt hat, ist jetzt das ganze Haus ohne Festnetz und Internet, was nicht nur unerfreulich ist, sondern für meinen selbstständigen Cousin durchaus unangenehme geschäftliche Folgen hat.

Gartenbau 004

WEIL die Telekom sich wieder anstellt, wie sie sich halt immer anstellt, hält der telefonlose Zustand schon eine Woche an und die Missfallenskundgebungen der Betroffenen sind nicht zitierfähig. Wir hoffen, dass am Montag mal jemand kommt, der sich auskennt und das Malheur behebt.

WEIL die Telekom nicht dahergeht, stagnieren auch die Arbeiten der Gartenbaufirma.

WEIL die Gartenbauer am Freitag aus nachvollziehbaren Gründen nicht erschienen sind, kamen sie wenigstens der Küchencrew nicht in die Quere und die konnten mit ihrem LKW auf den Hof fahren. Da hatte der Sch*** auch was Gutes.

Kueche-LKW 003

So, jetzt hoffe ich, dass die Küche(n) am Montag und Dienstag ohne größere Dramen und Fisematenten eingebaut werden und sich auch die Telekom-Affäre und die Neugestaltung der Hofeinfahrt vollends zurecht rümpeln.

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