Paul Maar: Herr Bello und das blaue Wunder

Vom Erfinder des ’žSams’œ: Herr Bello und das blaue Wunder
Paul Maar: Herr Bello und das blaue Wunder , Mit Illustrationen von Ute Krause, Hamburg 2005, Oetinger-Verlag ISBN 3-7891-4251-4 Hardcover, 224 Seiten, EUR 10,90

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Pippin Sternheim, der leicht chaotisch veranlagte allein erziehende Vater von Max (12) ist Apotheker in der Löwengasse. Eines Tages kommt er in Besitz eines geheimnisvollen blauen Elixirs, das sein genialer Großvater einst zusammengemischt hat. Nur durch Zufall kommen Vater und Sohn dahinter, wozu die blaue Flüssigkeit dient: Sie ist ein Wunderdünger, der über Nacht kürbisgroße Radieschen wachsen lässt und mickrige Zitronenbäumchen in riesige Orangenbäume verwandelt.

Was das Elixir darüber hinaus noch vermag, wird offenbar, als Max Sternheims Hund Bello versehentlich davon trinkt: Er verwandelt sich in einen Menschen!

Der neue Hundemensch, der sich selbst „Herr Bello“ nennt, bringt das Leben der Sternheims gehörig durcheinander. Denn Herr Bello sieht zwar aus wie ein Mensch und spricht „mönschlich“, aber er benimmt sich weiterhin wie ein Hund. Er leckt alle Menschen zur Begrüßung ab, schläft auf seiner alten Hundedecke, mampft Hundefutter, geht nur mit einem Apothekerkittel bekleidet auf die Straße und buddelt Löcher im Sandkasten.

Die Sternheims kommen ganz schön in Erklärungsnot. Denn nicht nur die Polizei interessiert sich für den mysteriösen Herrn Bello, auch das Jugendamt geht den außergewöhnlichen Lebensumständen im Sternheimschen Apothekerhaushalt auf den Grund. Und als sich Herr Bello und Papa Sternheim noch in dieselbe Frau verlieben, ist das Chaos perfekt.

Und als man denkt, die Geschichte kann gar nicht mehr verrückter werden, verfüttert Landwirt Edgar Schregglich verschiedene Super-Elixir-gedopte Pflanzen an die Tiere auf seinem Bauernhof. Und dann geht’s erst richtig rund!

Eine köstliche Verwandlungs- und Verwechslungsgeschichte für Hunde- und Wunderfreunde ab acht Jahren. Die urkomischen Illustrationen von Ute Krause passen dazu wie die Butter zum Brot. Sie bringen jede Szene exakt auf den Punkt.

Der Autor: Paul Maar, geboren 1937 in Schweinfurt, wurde als Erfinder des „SAMS“ bekannt und ebenfalls als erfolgreicher Autor und Illustrator von Kinder- und Jugendbüchern. Er erhielt u.a. den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Gesamtwerk.

Und auch für dieses Buch gilt: Möglichst nicht in der Öffentlichkeit lesen – wegen der Lautloslachgefahr! Was sollen sonst die Leute denken?

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