Kleingedrucktes

Eine Stellenanzeige in 2,5-pt-Schrift? Versalhöhe knapp 1 mm? Echtjetzt? Normal und gut lesbar in einem Zeitungsumfeld wären 8 – 14 pt, also grob 3 – 4 mm hohe Großbuchstaben.

Wollte man hier gezielt ganz junge LeserInnen ansprechen, die noch Adleraugen haben? Oder wollte der Absender, eine Bausparkasse, die Zielgruppe schon aufs Kleingedruckte einschwören?

Möglich wäre natürrrrlich auch, dass hier jemand eine ursprünglich DIN-A4-große Anzeige einfach auf ein gängiges Anzeigenformat der Stadtrundschau runterschrumpfen ließ, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was das für die Lesbarkeit bedeutet.

Ob allfällige Interessenten nun eine Lupe geholt haben, um den Text lesen zu können? Ich hab’s getan und werde den Absender anschreiben.

Stellenanzeige aus der Stadtrundschau Ostfildern, 07.04.2016
Stellenanzeige aus der Stadtrundschau Ostfildern, 07.04.2016

5 Kommentare

  1. Jetzt hat die auftraggebende Firma das Anliegen an Agentur weitergeleitet, das die Anzeige gestaltet hat. O je – ich wollte ja nicht, dass hier einer Ärger kriegt. Ich fand nur, dass die Anzeige irgendwie … rücksichtslos gegenüber denen wirkt, die sie lesen sollen: „Strengt euch gefälligst an und sucht euch ein Vergrößerungsglas!“

  2. Ich denke mir bei solchen Sachen (z.B. Speisekarten mit blauer Schrift auf rotem Hintergrund) immer: Das muss ein sehr junger Mensch verbockt haben. Und schwuppdiwupp sind 20 Jahre vergangen und spätestens dann merkt er, was für einen Mist er heute verzapft hat.

  3. Neulich bekam ich eine Visitenkarte von einer Investmentfirma: mittelbraune Schrift auf dunkelbraunem Hintergrund. Optisch – öhm – interessant, und nicht wirklich lesbar.

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