Bücherwurms Albtraum: Der Regal-Crash

Irgendwann musste es ja so kommen! Als Leseratte und langjähriges Verlagswesen horte ich einfach viel zu viele Bücher. Als wir gestern mal wieder Regalbretter versetzten um die Bücher-Neuzugänge nach optimaler Platzausnutzung einräumen zu können, kam’™s zum gefürchteten Regal-Zusammenbruch.

Ich stellte gerade ein paar DVDs ins Regal, als mir der ganze Segen entgegenkam. Die Dübel lösten sich aus der Wand alles kippte auf mich herunter. Zentnerweise Hardcover-Bände, Taschenbücher, DVDs und Regalbretter rumpelten in die Tiefe ’“ und rissen den neuen Fernseher mit, der darunter stand.

Wir wissen zwar seit über 20 Jahren, dass die Wände in diesem Haus quasi aus Butter und Käse bestehen und Dübel nicht so rasend gut halten. Aber ein Regal ist uns noch nie von der Wand gefallen. Irgendwie müssen wir’™s wohl doch überladen haben. Und nu’™ war eben Crash-Premiere. Eine Erfahrung, auf die wir aber liebend gerne verzichtet hätten.

REgal01

Ich stand zwar während des Unglücks gerade vor dem Regal , war aber leider nicht geistesgegenwärtig genug, den Fernseher zu halten. Ich hab reflexartig die Arme gehoben und versucht, das Regal aufzuhalten. War natürlich illusorisch. Wie in Zeitlupe habe ich gesehen, wie die Bücher und Regaltrümmer auf mich runtergekippt sind. Mein hysterisches Geschrei dürfte man bis kurz hinter Haifa gehört haben.

Fernseher kaputt, Regal kaputt, Bücher derangiert, und ich hab blaue Flecke und Splitter in den Fingern. Nur der Lautsprecher hat’™s unbeschadet überlebt.

Jetzt können wir uns um ein neues, stabileres Regal kümmern und um einen neuen Fernseher. Den ’žalten’œ hatten wir ja erst sein ein paar Monaten. Super.

Ragal02

Und ich hatte mich so gefreut, dass wir jetzt so langsam mit den Reparatur-, Austausch- und Renovierungsmaßnahmen durch sind. Sch***e war’™s, zurück auf Feld 1. Statt Ordnung in der Wohnung zu haben, hause ich jetzt wieder zwischen Kisten und Kasten, die den Krempel beherbergen, der in ein fehlendes Regal gehört. Dieser Zustand dauert nun, mit Unterbrechungen, schon ein halbes Jahr an. Und irgendwann mal hat man vom renovierungsbedingten permanenten Ausnahmezustand genug.
’žIch glaub, wir lassen einfach alles hier liegen und ziehen aus’œ, hab ich gestern zu meiner besseren Hälfte gesagt.
Er: ’žBist verrückt? Ich lass doch meine Anlage nicht hier!’œ
Ah ja, okay. War ja nur so eine spontane Idee … 😀

Ich hab nicht daran gedacht, das Chaos gleich nach dem Zusammenbruch für die Nachwelt festzuhalten. Aber die ’žNachwehen’œ kann ich euch zeigen:

Regal03

Regal04

Und wieder steht ein Regal-Inhalt in Kisten und Kasten im Weg herum

4 Kommentare

  1. Liebe Edith,
    da steigt mir das kalte Grauen ins Genick…
    irgendwie hab ich dieses Gefühl jedes mal wenn ich meine Küchenschränke aufmach… diese Tonnen kann doch kein Dübel halten.. zumal unser Küchfritze in Konkurs gegangen ist…( aus welchem Grund?)
    So hoffe ich halt tagtäglich weiter….
    Bei Dir hilft nur ein „Stehregal“ mit Füssen,das zusätzlich festgeschraubt wird, aber auf dem Boden steht. Ich hab meine 4 Schuhschränke voll und bin auf die geistreiche Idee gekommen einen zusätzlichen Stapel Schuhkartons (mit Fotos drauf) an der Wand zu stapeln. Eines schönen nachts wurden wir fast von den Schuhen erschlagen:
    Die Kartons sind nach vorne gekippt und haben sich übers ganze Schlafzimmer ergossen… Die Absätze in den Nasenlöchern habe ich sofort einen Plan gemacht.
    Nun war ich beim Holzzuschnitt/ beim Hornbach (DAS ist auch eine Geschichte, da bin ich immer kurz vorm Mord, wenn sich alle vordrängeln und ich mit 1,82 ständig übersehen werde, weil ich ’ne Frau bin! Sagt doch so ein Vordrängler zu mir: „.. ich war heut Morgen schon mal da…“ Klasse und ich war letzte Woche schon mal dreimal da…. Idioten!), habe meine technische Zeichnung vorgelegt, Bretter zusägen lassen und mein Schatzi hats zusammen geschraubt.
    Ergebnis ist ein „Stehregal“ in das 50 Schuhschachteln passen.. man könnte sagen ich könnte auch mal was rausschmeissen aber ich werf doch die Original- Clogs von 1977 nicht weg! Und wenn ich sie nur im Sitzen tragen kann..
    Als denn… Wenn Du Hilfe brauchst, ich kann Dir gern eine Zeichnung machen und die Bretter berechnen. Liebe Grüße:

    Ute

    1. Hi, Ute,

      danke für dein Angebot! Auf „Regal mit Füß“ bin ich dann auch gekommen. Aber mit besseren Dübeln hat der Sch*** schlussendlich auch so gehalten. Ja, kaum macht man’s richtig, schon geht’s … Ich glaub, der nächste Kandidat für eine „Neuinstallation“ ist das Kochbuchregal überm Küchentisch. Nicht, dass wir mal beim Essen erschlagen werden, weil der ganze Kokolores durchbricht und es Kochbücher hagelt. Die Regalbretter biegen sich schon bedenklich …

  2. Meine Lieben,

    mein Beileid zu dieser Geschichte! Ich kann das sehr gut nachfühlen, denn gestern ist mir ähnliches passiert. Ich hab vor Jahren ein Bücherregal (angeblich aus Vollholz!!! Bewußt so bestellt – und dann waren es doch wieder nur Preßholzplatten, also im Endeffekt Betrug durch den Schreiner). Und mitten drinne steht unser neuer Fernsepapparat. Kostenpunkt ein paar Tausend Euro. Jetzt stehe ich einfach nur so da und schau blöd aus der Wäsche. Die Spanplatten ausgerissen, der Apparat hin, der FI-Schalter ist automatisch gefallen. Gedröhnt hat das „Ereignis“ als käme ein Erdbeben. Weiß vielleicht jemand ob man da von seiner Hausratversicherung etwas ersetzt bekommt?
    Herzliche Grüße, Bruno.

  3. Unser Versicherungsmensch sagte sinngemäß, dass es in unserem Fall nix geben würde. Gegen eigene Blödheit könne man sich nicht versichern. Hätten wir bessere Dübel genommen, wär der Segen gar nicht runtergekommen. Tja.

    In eurem Fall kann das anders sein. Wenn ihr nachweisen könntet, Vollholz bestellt und Pressspangelumpe bekommen zu haben, könnte man womöglich den Schreiner haftbar machen. Aber ich weiß, wie das so geht: „Du, hörma, ich sollte da ein paar Bretter haben …“ Und nix schriftlich. Vielleicht eine Rechnung. Vielleicht auch nicht.

    Fragt doch mal euren Versicherungsmenschen von der Hausrat, der hat vielleicht eine Idee. Die gehen doch täglich mit solchen häuslichen Kleinkatastrophen um.

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