Joschi und die Wischmopp-Verschwörung

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich jetzt die ganze Zeit zu Hause bin oder ob Joschi einfach von Haus aus so menschenbezogen und anhänglich ist. Aber so eine kleine Klette hatte ich schon viele Jahre nicht mehr. Egal, was ich mache, dieser Kater hat seine Nase dazwischen! 

Wohin ich im Haus auch unterwegs bin, er rennt hinterher. Keller, Obergeschoss, Dachboden und wieder zurück. Ob ich im Büro arbeite, ob ich koche, etwas esse, ob ich wasche, putze oder im Bad bin: er muss dabei sein und alles ganz genau beobachten. Und wenn ich von Hand schreibe, versucht er, in die Stiftspitze zu beißen. Das hat er auch beim Handwerker probiert, der dieser Tage da war und sich Notizen machte. Der nahm es gelassen.

Außerdem ist Joschi der ganz großen Wischmopp-Verschwörung auf der Spur. Da hat er was entdeckt, sag ich euch! Das Ding ist nämlich hinter im her! Egal, an welcher Stelle er sich auch auf den Boden setzt und die Putzbewegungen überwacht: Der feuchte Mopp erwischt ihn und feudelt ihm über die Füße. Igitt! 

Vielleicht verrät ihm Kater Indie mal, dass man sich nur auf eine höhere Ebene zurückziehen muss, damit man beim Zuschauen nicht über den Haufen geputzt wird. Wischmöppse sind nämlich reine Parterreakrobaten und kommen nicht auf Tische, Stühle und Schränke hoch.

Bei einem so anstrengenden Alltag ist es kein Wunder, wenn der Kleine irgendwann müde wird. Und dann sucht er erst recht meine Nähe.

Joschi auf der Sofalehne, Foto: (c) E. Nebel
Eingepennt, Foto: (c) E. Nebel
Das Kissen ist fast wie ein richtiges Fell, Foto: (c) E. Nebel
Wenn ich mich aufs Sofa lege, ist er auch dabei, Foto: (c) E. Nebel
Joschi und sein Frauchen haben Feierabend, Foto: (c) E. Nebel

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