Der Catsitter-Senf

Weil seine Menschenfamilie in Österreich zu tun hatte, hatte ich wieder ein paar Tage den Gastkater da. Als „Catsitting-Honorar“ habe ich mir einen scharfen Senf von Mautner Markhof erbeten. Den hat früher immer unsere Wiener Verwandtschaft mitgebracht. Mein Onkel hat als Betriebselektriker für die Firma gearbeitet und bis in die Siebzigerjahre mit seiner Familie eine Werkswohnung auf dem Betriebsgelände bewohnt.

Wenn in der Fabrik gerade nicht produziert wurde (Feierabend/Wochenende) durfte ich mit ihm mitgehen und die Maschinen bestaunen. Er hat mir, als ich noch klein war, erklärt, wie man Senf herstellt. Dass ich da rumrenne, war sicher nicht erlaubt, aber denke, das kann ich jetzt erzählen. Der Onkel ist schon vor vielen Jahren verstorben und die Firma gibt’s in dieser Form auch nicht mehr. Sie gehört jetzt Develey.

Auch wenn in unserer Gegend hier „Hengstenberg-Mutterland“ ist – ich bin eben mit den Produkten von Mautner Markhof aufgewachsen.

Es hat tatsächlich geklappt. Kater Louis hat eine knappe Woche bei mir in seiner „Ferienwohnung“ verbracht, und ich meinen Senf bekommen. Sogar zwei verschiedene Sorten!

Beide sind lecker. Den scharfen Senf hatte ich schärfer in Erinnerung. Aber als Kind war ich diesbezüglich vermutlich empfindlicher.

Jetzt habe ich zufällig festgestellt, dass man die MM-Produkte auch bei Amazon bekommt. Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Bei Amazon kaufe ich zwar allen erdenklichen sonstigen Schrott, aber in Sachen Lebensmittel hatte ich sie bis jetzt nicht auf dem Schirm.

Und wenn ich vom Gastkater erzähle, muss ich ihn ja auch zeigen. Wie immer, bevorzugt er den Aufenthalt im Dachgeschoss.

 

Und hier konnte ich nicht darauf warten, bis der Blitz soweit war. Das heißt, da war der Kater schon wieder über alle Berge. Also ist Foto qualitativ jetzt nicht so der Burner.

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