Sophia Eickelpoth-Rauer, Kirsten Jebsen: Die Sprache der Tiere verstehen. Die Seelen und Gefühle der tierischen Begleiter begreifen

Sophia Eickelpoth-Rauer, Kirsten Jebsen: Die Sprache der Tiere verstehen. Die Seelen und Gefühle der tierischen Begleiter begreifen, München 2020, mvg Verlag, ISBN 978-3-7474-0114-9, Softcover, 207 Seiten, Format: 13,5 x 1,3 x 20,5 cm, Buch: EUR 16,99, Kindle: EUR 12,99.

Abb. (c) mvg Verlag

„Mit zunehmendem Selbststudium erhielt ich immer mehr Botschaften aus der geistigen Welt und staunte über den Kontakt zu Engeln, Erzengeln und aufgestiegenen Menschen.“ (Seite 21)

Äh … gut, dass wir darüber gesprochen haben! An dieser Stelle war ich nämlich raus aus der Nummer. Ich hatte die Autorinnen vorher nicht gekannt und anhand von Buchtitel und Pressetext sachliche Informationen über Tierpsychologie und die Körpersprache der Tiere erwartet. Von Erzengeln und Esoterik war nirgendwo die Rede! Die kamen dann zu meinem Entsetzen im ersten Kapitel aus dem Gebüsch. Ich habe alle folgenden Fallbeispiele deshalb nur noch überflogen.

Ja, ich glaube unbesehen, dass Tierkommunikatorin Sophia Eickelpoth-Rauer über genügend Lebenserfahrung, Einfühlungsvermögen und gesunden Menschenverstand verfügt, um sich zum Beispiel zusammenreimen zu können, dass Schäferhund Bruno lieber bei Minusgraden in seiner eiskalten Hundehütte hockt, als ins warme Haus zu kommen, weil Herrchen und Frauchen dort die ganze Zeit lautstark streiten.

Mumpitz oder Jahrmarktzauber?

Wenn die Therapeutin diese Tatsache ihren Klienten am besten als Ergebnis eines Dialogs mit dem Hund verkaufen kann und allen damit geholfen ist, dann soll mir das recht sein. Wenn sie den Leser*innen Meditation ans Herz legt, damit sie ähnlich einfühlsam mit Tieren in Kontakt treten können wie sie selbst, dann schadet das sicher auch nicht. Aber ich will nicht an Hellsichtigkeit, Reinkarnation, morphologische Felder, Gespräche mit Engeln und Verstorbenen usw. glauben sollen. Die Autor*innen mögen davon überzeugt sein – in meinen Augen ist das esoterischer Mumpitz.

Falls die Damen je selbst Skeptikerinnen sein sollten und das alles ihren Klient*innen und Leser*innen nur erzählen, weil es lukrativ ist, wäre es sogar fauler Jahrmarktszauber. Aber davon will ich jetzt mal nicht ausgehen.

Esoterisch verpackte Wahrheiten mögen bei entsprechend gepolter Kundschaft tatsächlich hilfreich sein. Aber wir bewegen uns da auf dem Niveau des Fernsehhelden Patrick Jane aus der TV-Serie THE MENTALIST. Der war ein brillanter und hervorragend geschulter Beobachter – aber er war eben ein falsches Medium. Heiligt der Zweck wirklich sämtliche Mittel? Und gilt „Wer heilt, hat recht“ auch für jedweden unwissenschaftlichen Unfug? Ich habe da Bedenken.

Das Buch widerstrebt über weite Strecken meiner naturwissenschaftlich-skeptischen Sicht auf die Welt und ich kann es daher nicht reinen Gewissens empfehlen.

Die Autorinnen

Sophia Eickelpoth-Rauer, 1989 geboren, ist mit Herz und Seele Tierkommunikatorin. Sie vermittelt in ihrer Praxis, in Ausbildungsseminaren und Online-Kursen, wie sehr sich die Tiere freuen, in die direkte Kommunikation mit Menschen gehen zu können. Als bekennende Veganerin und Tierschützerin setzt sie sich für das Wohl der Tiere ein und erinnert die Menschen daran, dass Tiere auch ein Recht auf Leben in Freiheit und Liebe haben. www.sophia-eickelpoth.de


Kirsten Jebsen, 1960 geboren, lebt und liebt ihre Berufung als Coach und Buchautorin der Bewusstseinsentwicklung. Mit ihrer „SCHULE DES GLÜCKLICHEN LEBENS nach Kirsten Jebsen“ vermittelt sie in ihren Coachings, Seminaren, Filmen und Büchern, wie ein glückliches und erfolgreiches Leben für sich selbst, in Partnerschaft, Familie und Beruf gestaltet werden kann. Aus Liebe zu den Tieren erfüllen sie und ihre Tochter Sophia sich mit diesem Buch einen langjährigen Herzenswunsch. Die Anleitung zur Tierkommunikation, ebenso wie die Sterbebegleitung geben Einblicke in die Denk- und Gefühlswelt unserer tierischen Freunde. www.kirstenjebsen.de

Rezensentin: Edith Nebel
E-Mail: EdithNebel@aol.com
www.boxmail.de

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